Individualisiertes Lernen im Musikunterricht vs.

Rahmenplan – Möglichkeiten und Grenzen

  • Eröffnungskonzert am Mittwoch, dem 14.09.2011, um 19.30 Uhr, im Theater der Bundes¬und Landesmusikakademie Rheinsberg.
    Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Schule Neuruppin spielen Szenen aus dem bekannten Musical „My Fair Lady“ von Frederick Loewe. Leitung: Annett Voge
  • Hofkonzert am Freitag, dem 16.09.2011, 19.30 Uhr, im Innenhof der Musikakademie: „Purfürst & Wein Trio – Von Rio Reiser bis Lady Gaga“, Leitung: Matthias Purfürst
  • Kursangebote (15. und 16. September 2011)

    A: Folklore, Klassik, Pop & Co - Tänze für den bewegten Musikunterricht (Bettina Wallroth, Berlin)
    Das Tanzprogramm dieses Kurses beinhaltet Kreis-, Paar- und Formationstänze aus dem Folklore-, Klassik- und Popbereich und Tänze mit Requisiten. Die ausgewählten Tänze kommen bei den Schülern gut an und bieten vielfältige Möglichkeiten der Leistungsdifferenzierung. Tanzdidaktisch werden neben den methodischen Reihen auch viele Tipps zur selbstständigen Erarbeitung und Differenzierung von Tänzen gegeben.

    B: Wir machen Musik… – jeder nach seiner Fasson! (Kerstin Becker, Potsdam)
    Auf vielfachen Wunsch von Kolleginnen und Kollegen – in den vergangenen Jahren gab es hierfür immer kein „Zeitfenster“ - soll hier die Möglichkeit gegeben werden, wieder einmal aus lauter Freude miteinander auf der Grundlage weniger Takte (z. B. vier oder acht) zu musizieren. So entstehen - indem „jeder nach seiner Fasson“, also seinen Möglichkeiten improvisiert (z. B. auch mit der Stimme) – Musikstücke, z. B. ein Rondo. Einiges ist schon mit Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Ganztages erfolgreich erprobt. Für diesen Kurs sollten unbedingt Instrumente mitgebracht werden – vom Cello bis zum Kamm!

    C: Mut zum Dirigieren (Gabriele Tschache, Berlin)
    Der Kurs beinhaltet drei Themenkreise:
    1. Übungen zur Auffrischung der Dirigiertechnik, Erarbeitung von künstlerischen Konzeptionen für Liedgestaltungen und deren dirigentische Umsetzung,
    2. leicht erlernbare Kanons, mit Grundübungen der Chorleitungspraxis verbunden (Einsatzgebung, stimmbildnerische Arbeit zur Verbesserung des Chorklanges, methodische Aspekte der Einstudierung) und
    3. eine Liederbörse: Hier werden Titel sowohl für den Klassen- als auch Schulchorgesang vorgestellt, getrennt nach Grund- und Oberschule, auch in der leichten Mehrstimmigkeit. Alle Teilnehmer sollten nach Möglichkeit auch ein oder mehrere Titel vorstellen, mit denen sie gute Erfahrungen gemacht haben.


    D: Musik lernen mit Musixx (Markus Detterbeck, Bensheim)
    In diesem Kurs erfahren Sie, wie Musikunterricht anhand des neuen Unterrichtswerks Musixx neu gedacht und praktisch ausgerichtet werden kann. Musixx vollzieht einen Paradigmenwechsel: weg von einem meist als „Steinbruch“ verwendeten, inhaltsorientierten Lehrbuch hin zu einem Kursbuch, das sich an den Prinzipien eines aufbauenden Musikunterrichts orientiert. Sinnvoll aufeinanderfolgende Lernschritte führen zur Entwicklung und Festigung von musikalischen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Dies ist eng verschränkt mit der Erarbeitung musikgeschichtlicher und -theoretischer Kontexte und fördert anstelle der Beliebigkeit eines kanonzentrierten Unterrichts die Begründung von Inhalten in praktischen Erfahrungen. So begleitet das Lernen von Musik stets das Lernen über Musik. Sie lernen vielfältige Materialien kennen, die von aktivierenden Start-ups über Rhythmusspiele bis hin zu kognitiven Inhalten (Komponistenporträts, Instrumentenkunde, musikalische Formenlehre etc.) reichen und immer aus dem praktischen Tun heraus entwickelt werden. Markus Detterbeck zeigt darüber hinaus den inhaltlichen und methodischen Umgang mit Musik im Unterricht auf, wie er in Musixx
    und den Begleitmaterialien aufbereitet ist. So können Sie Ihren Schülerinnen und Schülern einen systematischen Zugang zur Musik
    mit vielen praktischen Übemöglichkeiten und Spaß an der eigenen musikalischen Praxis eröffnen. Zusätzlich gibt es Tipps und
    Anregungen, um den Bereich Neue Medien gewinnbringend in Ihren Unterricht zu integrieren.
    Dieser Kurs wird durch den Helbling -Verlag Esslingen ermöglicht. Vielen herzlichen Dank!

    E: Soundtrack. Elemente einer Unterrichtseinheit zur Filmmusik (Dr. Axel Brunner, Potsdam)
    Kaum ein anderes Genre bietet eine derartige musikalische Vielfalt wie die Filmmusik.
    Jeder hat Erfahrungen mit Filmmusik, nicht zuletzt unsere Schülerinnen und Schüler.
    Aber was lässt sich an Filmmusik lernen? Im Kurs werden einzelne Asp ekte der Filmmusik sowie Wege ihrer Vermittlung vorgestellt und partiell mit den Teilnehmern erprobt. Der Bogen reicht dabei von der Geschichte der Filmmusik über Betrachtungen zu ihrer besonderen Wirkung bis hin zur Gestaltung eines eigenen Soundtracks zu m Film. Ziel ist die Zusammenstellung geeigneter Elemente, aus denen eine Unterrichtseinheit zur Filmmusik erwachsen könnte. Der Kurs richtet sich vorrangig an Kolleginnen und Kollegen der Sekundarstufen I und II. Die Herangehensweise ist jedoch durchaus übertragbar auf die Grundschule.

    F: Mit Händen und Füßen – mit Kling und Klang! (Roswitha Zimmermann, Potsdam)
    Dieses Kursangebot richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die in Grund- oder Förderschulen arbeiten. Die Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 3.
    Die Referentin ist eine erfahrene Musiklehrerin an einer Potsdamer Grundschule. Sie zeigt an verschiedenen - in der eigenen Unterrichtspraxis bereits erprobten – Liedspielsätzen für Orff¬Instrumente, wie sie mit ihren Schülerinnen und Schülern Melodie- und Rhythmusbausteine erarbeitet, die dann zu einer Klanggeschichte zusammen¬geführt werden.

    G: Die Zauberflöte – Oper in der Grundschule und Sek. I (Iris Winkler, Berlin)
    Kaum eine Oper ist so bekannt und stellt uns gleichzeitig vor so viele Rätsel wie Mozarts Märchenoper. Alle Schülerinnen und Schüler kennen den Stress angekündigter und überraschender Prüfungssituationen. Die Figuren der „Zauberflöte“ haben etliche Prüfungen zu meistern, um ihr Erwachsensein unter Beweis zu stellen.
    Die Szenische Interpretation von Musiktheater geht einen erfahrungsorientierten Weg: Selber die Angst einflößende Schlange sein, auf die zauberischen Instrumente hören, sich in andere Personen hineinfühlen und sich der Feuer- und Wasserprobe unterziehen. Mit diesen und anderen Elementen der Szenischen Interpretation erhalten Sie Anregungen und ausführliche Materialien, sich mit ihren SchülerInnen auf spielerische Art mit Mozarts letzter Oper zu beschäftigen. Bitte bringen Sie Hüte, Tücher und das ein oder andere Kleidungsstück zum Verkleiden mit!

 

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